In der Weihnachtsbäckerei…
In der Weihnachtszeit gehören Plätzchen für mich einfach dazu, um in die richtige Stimmung zu kommen – und das für Mensch und Hund! Ja, auch unsere vierbeinigen Freunde freuen sich über gesunde Snacks. Was? Gesunde Plätzchen? Ja!

Warum es sich lohnt Hundekekse selbst zu backen?

Anders als die meisten Kekse und Plätzchen für uns Menschen oder herkömmliche Leckerlis für unsere Vierbeiner, sind die selbstgebackenen Hundekekse eine deutlich gesündere Alternative. Es ist nicht viel Aufwand und spätestens der gierig-zufriedene Blick unsere Hunde ist die Mühe wert.

Das Beste daran ist, dass wir unsere Hundeplätzchen perfekt auf unsere Hunde und ihre Vorlieben abstimmen können. So kann man sicher sein, dass nur gute Zutaten verwendet werden – frei von Konservierungs- und Farbstoffen und in der Regel sehr gut verträglich. Ein echter Genuss für den Hund – und ein gutes Gewissen für den Halter! Kein Wunder, dass handgemachtes Hundegebäck zurzeit voll im Trend ist.

Die unten vorgeschlagenen Rezepte sind natürlich vielfältig ergänzbar – eurer Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Neben den generell ungesunden oder gar giftigen Zutaten für Hunde wie z.B. Schokolade/Kakao, Zucker, Rosinen/Weintrauben usw. sollte man natürlich die Unverträglichkeiten, Allergien und Vorlieben des eigenen Hundes beim Backen beachten. Ob ein Hund seine Kekse gut verträgt, sieht man zum Beispiel an einem glänzenden Fäll und weitgehend schuppenfreier Haut, sowie an festem Kot und geringen Kotmengen. Wie viele von diesen Leckerlis verfüttert werden können, hängt unter anderem von Alter, Rasse und dem Gewicht des Hundes ab. Generell gilt: ältere und ruhigere Hunde sollten weniger Leckerlis fressen als junge und agile Tiere.

Die Lagerung der Hundekekse ist entscheidend für die Haltbarkeit.

Da in den Rezepten keine Konservierungsstoffe enthalten sind, ist die Haltbarkeit begrenzt. Je nach Inhaltsstoffen halten sich die Kekse nur ein paar Tage (“Kartoffelbällchen”) oder einige Wochen (“Käsetaler”). Eine gute Lagerung und die richtige Aufbewahrung verlängern die Haltbarkeit und verhindern, dass die Plätzchen zu schnell schimmeln. Um Schimmel zu vermeiden, müssen die Plätzchen gut durchtrocknen. Nach dem Backen lässt man sie am besten im Backofen nachtrocknen (mindestens eine Nacht). Dadurch wird den Keksen die Feuchtigkeit entzogen. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass die Kekse sehr hart werden, was gut fürs Hundegebiss ist. Die Kekse sollten trocken, nicht luftdicht und bei Zimmertemperatur gelagert werden. Optimalerweise legt man sie in den Kühlschrank oder friert sie portionsweise ein. Sollte sich doch einmal Schimmel gebildet haben, müssen leider alle Kekse weggeworfen werden; auch die auf denen noch kein Schimmel zu sehen ist.

Geschenktipp: Selbstgebackene Hundeplätzchen lassen sich auch prima an Hundefreunde verschenken. Die Rezepte sind vielfältig und so findet man immer etwas Passendes. Weniger aufwendige Rezepte mit wenig Zutaten eignen sich perfekt als Last-Minute Geschenk. Da freut sich Hund und Halter!

Also: Ran ans Werk! Viel Spaß beim Ausprobieren!

Käsetaler (vegetarische Kekse)
Zutaten (für ca. 30 Taler): 100g Weizenvollkornmehl (alternativ: glutenfreies Mais- oder Buchweizenmehl), 100g Maismehl, 50g geriebener Emmentaler, 3 EL Pflanzenöl, Mehl für die Arbeitsfläche
1. Backofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen.
2. Das Mehl mit dem Käse vermischen.
3. Öl und ca. 125ml Wasser dazugeben und alle Zutaten gut durchkneten. Falls nötig etwas Wasser dazugeben, bis ein glatter Teig entsteht.
4. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und runde Taler (beliebige Form) ausstechen.
5. Die Taler auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und für ca. 30 Minuten im Ofen backen
6. Nachtrocknen lassen im Backofen (nicht vergessen!)
Aufbewahrung: In der Blechdose ca. 3 Wochen haltbar

Quarkkugeln (leichte Kekse)
Zutaten (für ca. 1 Blech): 150g Reismehl, 150g Magerquark
1. Backofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen
2. Alle Zutaten gut durchkneten bis ein glatter Teig entsteht.
3. Aus dem Teig kleine Bällchen formen (Durchmesser ca. 2cm)
4. Die Bällchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und für ca. 15-20 Minuten im Ofen backen und anschließend nachtrocknen lassen
Aufbewahrung: In einer Blechdose im Kühlschrank ca. 1 Woche haltbar.
Tipp: Quark enthält viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Bei übergewichtigen Hunden ist Magerquark empfehlenswert.

Leberwurstknochen (Fleischkekse)
Zutaten (für ca. 1 Blech): 125g Weizenmehl, 50g Reismehl, 60g Leberwurst (alternativ: Streichkäse), 1 Ei, 75ml Gemüsesaft (z.B. Rote Beete oder Möhren), Mehl für die Arbeitsfläche
1. Backofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen.
2. Alle Zutaten gut durchkneten bis ein glatter Teig entsteht.
3. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und mit einem Ausstechförmchen in Knochenform Kekse ausstechen.
4. Die Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und für ca. 20-25 Minuten im Ofen backen und anschließend nachtrocknen lassen
Aufbewahrung: In der Blechdose ca. 2 Wochen haltbar.

Kartoffelbällchen (Feiertagskekse)
Zutaten (für ca. 2 Bleche): 4 gekochte Kartoffeln, 100g Magerquark, 100g Leberwurst, 100g Dinkelmehl, 2-3 EL Pflanzenöl, 1 TL getrockneter Rosmarin
1. Backofen auf 200 Grad (Umluft 180 Grad) vorheizen.
2. Kartoffeln schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken.
3. Kartoffeln, Quark und Leberwurst vermischen.
4. Mehl, Öl und Rosmarin dazugeben und alle Zutaten gut durchkneten bis ein glatter Teig entsteht. Den Teig ca. 30 Minuten ruhen lassen.
5. Mit der Hand kirschgroße Teigbällchen formen. Die Bällchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und für ca. 25 Minuten im Ofen backen und anschließend nachtrocknen lassen
Aufbewahrung: Im Kühlschrank ca. 3 Tage haltbar.
Gut zu wissen: Rosmarin wird nachgesagt, dass er Hunde vor Zeckenbefall schützen kann.

Minzherzen (leichte Kekse)
Zutaten (für ca. 1 Blech): 200g Weizenvollkornmehl, 50g. Vollkornhaferflocken, 10g getrocknete Minze (alternativ: Salbei, Kamille, Basilikum), 2 EL Sonnenblumenöl, 1 Ei, ca. 120ml Milch, Mehl für die Arbeitsfläche
1. Backofen auf 200 Grad (Umluft 180 Grad) vorheizen.
2. Alle Zutaten gut durchkneten bis ein glatter Teig entsteht.
3. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und mit einem Ausstechförmchen in Herzform Kekse ausstechen.
4. Die Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und für ca. 15-20 Minuten im Ofen backen und anschließend nachtrocknen lassen
Aufbewahrung: In der Blechdose ca. 2 Wochen haltbar.
Gut zu wissen: Minze kann bei Maulgeruch helfen. Wenn der Maulgeruch aber plötzlich oder langanhaltend auftritt, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.

vk